Andreas Arand

Orgelbaukunde, Orgeldidaktik, Deutscher Liturgiegesang

Andreas Arand spielte schon mit neun Jahren im Gottesdienst die Orgel, mit 13 gab er sein erstes öffentliches Orgelkonzert. Im Alter von 15 Jahren wurde er Schüler von Prof. Paul Schneider in Saarbrücken und studierte nach dem Abitur an der Musikhochschule und der Universität in Saarbrücken (wissenschaftliche Arbeit über die Orgelwerke von Brahms und Reger). Es schloß sich ein Studium in der Meisterklasse von Prof. Dr. Michael Schneider an der Musikhochschule in Köln an, das Andreas Arand mit dem Konzertexamen 'mit Auszeichnung' beendete. Studien bei  Marie-Claire Alain, Gaston Litaize und Michel Chapuis vertieften seinen Zugang zur französischen Orgeltradition. 

Nach der Tätigkeit als Regionalkantor in Koblenz bekleidete Arand 18 Jahre das Organistenamt in der Kreuzbergkirche in Bonn, wobei ihm auch die Organisation der internationalen Kreuzbergkonzerte oblag, verbunden mit umfangreicher eigener Konzerttätigkeit, die ihn an viele bedeutende Orgeln des In- und Auslandes führte, z.B. die Gottfried Silbermann-Orgeln in Freiberg, die Andreas Silbermann-Orgel in St. Pierre-le-Jeune in Strasbourg, die Gabler-Orgel in Weingarten, die Wagner-Orgel der Marienkirche in Berlin, die Klais-Orgel des Kölner Doms (Orgelfeierstunde), die Quoirin-Orgel in St. Rémy de Provence und viele andere.            

Die Begegnung mit dem reichen Schatz an authentischen Orgeln aller Epochen steht im Mittelpunkt des Wirkens von Andreas Arand. Dabei vermeidet Arand jedes einseitige Spezialistentum. Er verfügt über ein sehr breit gefächertes Repertoire. Es enthält alle Orgelwerke von J. S. Bach, die er im Bach-Jahr 1985 an der Orgel der Kreuzbergkirche in Bonn aufführte, und die wesentlichen großen Orgelwerke von Max Reger sowie das Orgelwerk von Joh. Brahms. Alle Stil- und Epochenbereiche der Vor-Bach-Zeit sind ebenso vertreten wie das 19. und das 20. Jahrhundert bis zur Jetztzeit (1996 spielte er die Uraufführung des preisgekrönten Werkes "et resurrexit II" für Orgel und Schlagzeug von Frank Gerhardt). Arand gehört zu dem kleinen Kreis von Organisten, die die sogenannten alten Fingersätze in öffentlichen Konzerten praktizieren. 1995 initiierte er die der 'Deutsch-Französischen Orgelakademie' in Saarlouis (DFO), 2001 war er Tagungsleiter der Internationalen Jahrestagung der GdO in Metz/Frankreich. 

Andreas Arand gibt seine großen Erfahrungen in der Orgelmusik aller Epochen als langjähriger Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Saarbrücken an die junge Generation weiter (Fächer: Orgelbaukunde, Fachdidaktik Orgel, Deutscher Liturgiegesang). Etliche seiner Schüler sind mittlerweile in angesehenen Positionen tätig. Daneben hat er zahlreiche Interpretationskurse gegeben und Schallplatten- und CD-Produktionen sowie Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht.

Andreas Arand gehört der 'Gesellschaft der Orgelfreunde' (langjähriges Mitglied im Hauptausschuß) und der 'Neuen Deutschen Bachgesellschaft' an.

Kontaktdaten

E-Mailadresseandreas.arand@web.de


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